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Blog des ReiseCenter Pinneberg - Reisecenter Pinneberg


Traumpfade im Küstenparadies- der Pembrokeshire Coast Path/Wales

Vom 20.8.2016 – 27.8.2016 mit Wikinger - Reisen unterwegs.

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Ein Reisebericht von Dieter Freitag

Die Ankunft in Cardiff bei Nieselregen und grauem Himmel stimmte nicht gerade euphorisch.

Die Stimmung dreier Reiseteilnehmerinnen war allerdings auf dem Tiefpunkt, weil ihre Koffer nicht mitgekommen waren (nach meiner Erinnerung erst am 3. Tag). Die anschließende Busfahrt von zirka 2 Stunden nach Tenby, unserem einzigen Hotelstandort, verlief ebenfalls im Regen bei Windstärke fünf. Es regnete auch noch, als wir gegen 7,50 p.m. am Hotel „Giltar” eintrafen. Das Hotel aus viktorianischer Zeit liegt direkt oberhalb der Steilküste, also in exzellenter Lage. Die Innenausstattung ist teilweise etwas plüschig. Mein Doppelzimmer und das Bad waren renoviert und ich war damit sehr zufrieden, auch wenn ich keinen Meerblick hatte.

Regen herrschte auch am nächsten Tag, jedoch war es mit zirka 18°C angenehm warm und es war nahezu windstill. Die Freude der 10 Wanderer einschließlich Reiseleiterin - ich war als einziger männlicher Teilnehmer „Hahn im Korbe” - war aber gedämpft, zumal der Küstenpfad mehr ein Baumpfad ohne Meerblick war. Alle waren froh, als die Wanderung nach ca. 12,5 km endete und der Bus mit Fahrer Lewis uns zurück zum Hotel fuhr.
Am dritten Tag begann die Schönwetterphase mit angenehmen 18 bis 20°C. An diesem Tag begannen auch die wirklichen Küstenpfadwanderungen , d.h. immer hatte man das blaue Meer im Auge. Mir machen diese Küstenpfadwanderungen besondere Freude, nachdem ich sie bereits auf den Kanalinseln und auf den Äußeren Hebriden lieben gelernt habe. Als besonders positiv hervorzuheben ist, daß der „Verkehr” auf den Küstenpfaden nur spärlich ist. Man begegnet nur sehr wenigen Wanderern.
Die Küstenpfade sind bei trockenem Wetter völlig ungefährlich. Die zu bewältigenden Höhenmeter halten sich in Grenzen. Die Wanderungen bieten auch für Untrainierte keine Probleme. Selbst ich, der ich Mitte Juni 2016 eine Herzoperation hatte, schaffte die Wanderung mit max. 16 km problemlos. Die Pausen einschließlich der Mittagspause fürs Picknick waren ausreichend. So hatte ich auch Gelegenheit für die eine oder andere Skizze, insbesondere für mein Reisetagebuch.
Den sehr touristischen Ort Tenby haben wir nur im Rahmen eines kurzen Stadtrundgangs kennen gelernt. Auf eigene Faust habe ich den malerischen Hafen - insbesondere bei Ebbe - erkundet und das sehenswerte mittelalterliche „Tudor Merchants House” (Museum) besichtigt.

Die schönste Zeit des Tages für mich waren allerdings die morgendlichen Spaziergänge auf den trocken gefallenen breiten, langen und menschenleeren Stränden (bis auf 2-3 Hundehalter) vor oder bei Sonnenaufgang, die ja bereits unterhalb des Hotels begannen. Hier habe ich auch meine Hobbies befriedigen können, nämlich Lochsteine („Hühnergötter”?), sog. Meerglas (vom Meer rund und stumpf geschliffene Glasscherben) und interessantes Schwemmholz (selten) zu sammeln. Dabei habe ich immer die einmalig schönen Sonnenaufgänge bewundert.
Nach meiner Rückkehr ins Hotel hatte ich dann besonders guten Appetit. Das Frühstücksbuffet im Restaurantraum mit Meerblick war üppig. Auch gab es natürlich das Full Welsh(!) - nicht english - Breakfast und Porridge.
Insgesamt war es ein schöner und angenehmer Aufenthalt. Stressig sind lediglich Hin- und Rückreise durch die Zwischenlandungen in Amsterdam verbunden mit langen Wartezeiten.

Einige Impressionen von der Reise:

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Info:
Traumpfade im Küstenparadies- der Pembrokeshire Coast Path/Wales ist Beitrag Nr. 1082
Autor:
admin am 27. September 2016 um 15:09
Kategorie:
Großbritannien
Tags:
 
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1 Kommentar »

  1. Michael Zelenty

    Nun, lieber Dieter, so eine Reise verbunden mit den Wanderungen zwischen
    12 und 16 Km spricht doch für für die hervorragende medizinische Kunst der Herzchirurgen in HH, die Dir das ermöglicht hat. Du erlebst auf Deine “alten”
    Tage ja interessante Eindrücke in einem Land, das sich der EU nicht weiter anschließen will. Beim nächsten Mal brauchst Du vielleicht ein Visum. Aber das sollte kein Hindernis sein. Ist doch ein erhebendes Gefühl, mal “Hahn im Korbe” zu sein. Freue mich auf Deinen nächsten Bericht aus…?

    #1 Comment vom 06. Oktober 2016 um 22:50

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