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Blog des ReiseCenter Pinneberg - Reisecenter Pinneberg


Jordanien - Rundreise

Hallo, hier ist wieder mal der Sachsenscout!

Endlich habe ich mich überwunden und bin ein Ziel angegangen was mir schon seit 2 Jahren, seit meiner Sinai-Rundreise, im Kopf rumgeisterte. Jordanien!

Ende Februar bin ich zu einer 7 tägigen Rundreise aufgebrochen. Von Dresden über Frankfurt erreichte ich mit einem Lufthansa-Airbus frühmorgens gegen 1:00 Uhr Amman. Nach zügiger Abwicklung der Einreisemodalitäten ging es mit dem Bus in das ca. 35 km entfernte Hotel “Al Waleed” im Zentrum von Amman. Gegen 3:30 Uhr lag ich dann endlich im Bett.  Nach einer kurzen Nacht und dem Frühstück geht es gegen 8:30 Uhr zur Stadtrundfahrt Amman los. Unsere Reisegruppe ist erstmals zusammen. Insgesamt 19 Personen aus ganz Deutschland sind wir, ich der einzige Sachse!

Mit dem Bus fahren wir zunächst zum Zitadellen-Hügel, wo man sich mit dem antiken Philadelphia (so hieß Amman damals) und den Ruinen der byzantinischen Stadt bekannt machen kann; hier befindet sich das Archäologische Museum, sowie der Herkules-Tempel und der Omajjad-Palast.

Zitadelle in Amman (Herkules Tempel)

Zitadelle in Amman (Herkules Tempel)

Im Anschluß besichtigten wir das römische Theater. Es wurde vermutlich von Antonius Pius zwischen 138 und 161 n. Chr. erbaut und bot zu seiner Zeit 6 000 Zuschauern Platz. Es ist noch sehr gut erhalten und wird daher noch heute für Musik- oder Theateraufführungen genutzt.

Nachdem wir in der Stadt Geld getauscht haben geht die Fahrt weiter nach Jerasch. Die rund 40 km nördlich von Amman gelegene Stadt wird auch “Pompeji des Ostens” genannt und gehört zu den überragendsten Sehenswürdigkeiten des Landes. Diese Stadt - in der Antike unter dem Namen Gerasa bekannt - erlangte als ein Teil der römischen Dekapolis  (griechisch für „Zehn Städte“) einen großen Wohlstand, dessen steinerne Zeugen bis heute sichtbar sind. Es wurde bisher aber nur ein kleiner Teil dieser damals ca. 20.000 Einwohner zählenden Stadt ausgegraben. Jerasch genießt den Ruf als die besterhaltenste römische Stadt der Welt. Eines der wohl beeindruckendsten Zeugnisse der römischen Baukunst ist das ovale Forum. Der weltweit einzigartige elliptische Marktplatz mißt 90 x 80 Meter. Eine weitere Rarität von Jerasch ist der Cardo Maximus aus dem 1. Jrh.n.Chr. Diese Hauptstraße ist eine schnurgerade nach Norden gerichtete 800 Meter lange Pflasterstraße, die vom ovalen Forum bis zum nördlichen Stadttor verläuft. Sie war auf der ganzen Länge von einem Säulengang gesäumt, von dem heute noch über 500 Säulen erhalten sind. Tief beeindruckt besichtigen wir die die antiken Zeugnisse.

In der folgenden Bildgalerie sind einige Impressionen der Reise zu sehen. Der Reisebericht wird unterhalb der Bildgalerie fortgesetzt.

Pause im Römischen Theater

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Fortsetzung des Reiseberichtes
Am nächsten Tag steht eine Fahrt zu den Ruinen von Gadara, nach Umm Qays, dann weiter nach Pella und das Tote Meer auf dem Programm.
Wir starten 8:00 Uhr ab dem Hotel und fahren ca. 110 km in den nordwestlichsten Zipfel Jordaniens, in das Dreiländereck Jordanien - Syrien - Israel, wo auf einer Anhöhe der Ort Umm Qays liegt. Von hier bietet sich ein schöner Blick auf die Golanhöhen und den See Genezareth (an dessen Ufern der Ort Tiberias) in Israel. In der Ferne erhebt sich der Berg Hermon. Berühmt ist der Ort aber vor allem der Ruinen des antiken Gadara wegen.

Weiter führt unsere Fahrt durch das Jordantal nach Pella, das seit rund 7000 Jahren besiedelt ist und wo römische und byzantinische Ruinen in einer landschaftlichen Umgebung zur Besichtigung einladen. Der Ort besitzt eine eigene Quelle (Ain el-Jirm) die das ganze Jahr über Wasser spendet. Schon deshalb und wegen der geschützten Lage durch die umliegenden Hügel (vor der drückenden Hitze im Jordantal und der kalten Winde der jordanischen Berge) bot sich der Ort für eine Besiedlung an.

Im Anschluß fahren wir durch die Landschaft die in der Bibel als die fruchtbare Ebene von Moab bezeichnet wird (Jordan-Tal) und erreichen das Tote Meer, den tiefsten begehbaren Punkt der Erde (418m unter NN).

Wir haben Gelegenheit uns für 90 Minuten innerhalb einer Hotelanlage am Strand des Toten Meeres aufzuhalten. Damit geht für mich ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung. Schon immer wollte ich mal, so wie ich es auf vielen Bildern gesehen habe, regungslos im Wasser liegen und Zeitung lesen.

Und ich wurde nicht enttäuscht. Einfach herrlich wie schwerelos im Wasser zu liegen. Möglich macht das der durchschnittlich 31,5% hohe Salzgehalt des Wassers. Zum Gaudi schmieren sich verschiedene Badegäste mit schwarzem Heilschlamm ein.

Einschmieren mit Heilschlamm

Einschmieren mit Heilschlamm

Info:
Jordanien - Rundreise ist Beitrag Nr. 410
Autor:
Sachsenscout am 28. März 2010 um 16:08
Kategorie:
Orient
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