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Blog des ReiseCenter Pinneberg - Reisecenter Pinneberg


Havarie der Costa Concordia

Die Umstände um die Havarie des Kreuzfahrtschiffes Costa Concordia werden immer mysteriöser. Dass Fehlverhalten letztlich die Ursache des Unglücks war, dürfte, auch aus der Ferne betrachtet, schon jetzt feststehen. Die näheren Umstände werden in nächster Zeit Stück für Stück bekannt werden, bis dann ein vollständiger Bericht der zuständigen Behörden der Öffentlichkeit vorliegt. Auch die Costa Reederei wird ein Interesse daran haben die Dinge vollständig aufzuklären um vom vorerst ramponierten Ruf noch zu retten was zu retten ist.

Niemand wird auch für die Zukunft ein Unglück, gleich welcher Art im Kreuzfahrtbereich, ausschließen können. Ich bin mir aber sicher, dass das Schiffsunglück Anlass bieten wird weltweit die Sicherheitsstandards, nicht der Schiffe, die sind vorhanden, zu überdenken und zu verschärfen. Die Spielräume die bisher die Schiffsführungen bei der Streckenführung hatten werden vermutlich eingeschränkt. Dies sicher sehr zum Leidwesen der verantwortungsbewussten Schiffsoffiziere aber auch der Passagiere die im vollen Vertrauen auf die Fähigkeiten und auf das Verantwortungsbewusstsein der Offiziere das eine oder andere Highlight aus nächster Nähe betrachten konnten und vermutlich nun mit etwas mehr Abstand erleben werden.

Das Unglück und das Verhalten der Besatzung, genauer einige der Offiziere und insbesondere des Kapitäns Schettino der Costa Concorde sind nicht typisch und eine Bevorzugung von Offizieren aus nördlicheren Ländern wäre eine pauschale Vorverurteilung der Offiziere aus eher südlicheren Ländern, was sie nicht verdient haben. Dass, im positiven Sinne, die preußischen Tugenden eher im nördlicheren Breitengraden verbreitet sind, vermuten wir mal, aber dass dies auch keine Garantie ist zeigt der lang zurückliegende Untergang der Wilhelm Gustloff ( das erste Kreuzfahrtschiff und spätere Truppentransporter - versenkt im Winter 45 ), bei dem, wie inzwischen bekannt , die Herren Kapitäne auch das Schiff zuerst verlassen haben um sich in Sicherheit zu bringen.

Ich finde aus den mir vorliegenden Berichten ergibt sich, dass der überwiegende Teil der Besatzung der Costa Concorde unter den gegebene Umständen befriedigend, teilweise auch gut, und verantwortungsvoll gehandelt hat, auch wenn es auch bei Teilen der Besatzung zu Fehlhandlungen und Orientierungslosigkeit gekommen ist, was ohne die Anweisungen des Kapitäns vielleicht auch etwas verständlicher wird.
Aus der Ferne scheinen mir auch die Behörden verantwortungsvoll und kompetent zu agieren, wenn auch natürlich keineswegs alles perfekt gelaufen ist, was vermutlich unter den Umständen auch in Deutschland nicht anders gewesen wäre. Der Einsatz der Rettungstaucher ist aber allemal vorbildlich und bewundernswert.

Die Zivilbevölkerung der Insel Giglio hat sich wie schon aus den ersten Berichten zu entnehmen ist, besonders hilfsbereit und betroffen gezeigt, was ausdrücklich erwähnt werden sollte.

Die betroffenen Passagiere werden nach einem gewissen Abstand die Dinge am besten beurteilen können und schon jetzt gibt es neben berechtigt, deutlich negativen Kommentaren ja auch genügend Stimmen die die späteren Rettungsaktionen insgesamt durchaus als zielgerichtet und kompetent bewerten.

Es wird, wie schon geschrieben, sicher zu Überprüfung der Standards kommen aber insgesamt dürfen wir als Passagiere nach wie vor den Schiffen und deren Besatzungen höchstes Vertrauen entgegenbringen und uns ohne Bedenken Ihnen anzuvertrauen, um die schönste Zeit des Jahres an Bord zu genießen.

Wir denken betroffen an die Toten und Verletzten, die gottlob nicht unter unseren Kunden zu beklagen sind.

H.Schmidt

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Havarie der Costa Concordia ist Beitrag Nr. 674
Autor:
admin am 22. Januar 2012 um 16:17
Kategorie:
Allgemein
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